Der heutige Artikel ist einer ganz besonderen Pflanze gewidmet: Moringa oleifera.

Aufgrund seiner Herkunft aus den tropischen Gebieten Indiens, ist dieser Baum zwar nicht für den hiesigen Garten geeignet, da ich aber heute einen TV Beitrag über die vielfältige Verwendung gesehen habe, wollte ich dies teilen

In bester Form, dank Moringa oleifera

Moringa oleifera regt sämtliche Vitalfunktionen an

Aufgrund seiner Nährstoffe macht sich der Moringabaum aus dem Gebiet des Himalayas nicht ohne Grund seinen Namen als Baum des Lebens. Der Moringabaum hat nicht bloß einen beeindruckenden Gehalt an lebenswichtigen Mineralstoffen wie Kalzium, Eisen oder Kalium und zahlreichen Vitaminen (A, B1, B2, B6, C, D, E und K), sondern ist auch eine optimal Quelle für essentielle Aminosäuren.

Aminosäuren können nicht vom Organismus selbst produziert werden, müssen deshalb über die Lebensmittel zugeführt werden oder eben durch ein Nahrungsergänzungsmittel. In der effektiven Krebsprävention setzt man häufig auf den Moringa oleifera mit seinem enormen antioxidativen Potential.

Die Einsatzbereiche sind dabei vielseitig – egal ob Schüler, Student, Athlet, Schwangere oder einfach gesundheitsbewusste Menschen. Jeder kann von den vorteilhaften Besonderheiten des „Baum des Lebens“ profitieren, ohne hierbei die eigene Ernährungsweise wesentlich umstellen oder geliebten Gerichten entsagen zu müssen. Man kann mit Moringa auch wunderbar kochen. Pur schmeckt das Blattpulver allerdings etwas bitter.

Die Blätter lassen sich sehr gut bei Frischkäse mit Pellkartoffeln einarbeiten. Bei vier Personen nutzt man 1,2 kg Kartoffeln und 500 g Quark. Den Quark verrührt man mit 3 Esslöffel Milch. Ansonsten kann auch je nach Belieben Schmand hinzugefügt werden. Zusätzlich wird eine nicht zu große Zwiebel und ein Bund frischer Schnittlauch benötigt. Statt der Zwiebel kann man auch Frühlingszwiebeln zum Einsatz bringen. Hat man Zwiebel und Schnittlauch kleingeschnitten, kommt beides zum Quark dazu. Die Hälfte einer Salatgurke verfeinert den Quark noch weiter. Diese kann entweder in kleine Stücke gehackt oder mit Hilfe eines Reibeisens zerrieben werden. Nun noch Salz, Pfeffer, 4 Esslöffel Öl und ein TL von dem Moringa-Blattpulver dazu geben. So entsteht ein eher einfaches, aber so gesundes Gericht mit Quark, das nun mit den Kartoffeln gegessen werden kann und viel für das körperliche Leistungsvermögen tut.

Ein weiteres Einsatzgebiet mit sehr viel Potenzial ist die Wasserreinigende Wirkung der Moringa samen.

Ständig sauberes Wasser zur Verfügung zu haben ist weltumspannend gesehen auch heutzutage noch keinesfalls selbstverständlich. Nur mit sauberem Trinkwasser ist aber ein gesundes Leben möglich. In verschiedenen Wissenschaftsprojekten wurden Auszüge aus Samen vom Moringo Baum von Wissenschaftlern genutzt um zu untersuchen, ob die Samen für die Reinigung von Trinkwasser geeignet sind.

Relativ oft wurden hierzu Moringa oleifera Samen genutzt. Aber auch andere Saaten der Moringaceae wurden getestet, wie z. B. die der Moringa stenopetala. Eigentlich ist der Moringabaum im Himalaya beheimatet. Inzwischen wächst er aber im gesamten Äquatorbereich. Besonders zur Fertigung von Nahrungsmitteln ist der Baum überaus wichtig, da so gut wie alle Bestandteile wichtige Nährstoffe bieten. In den Anbaugebieten entsteht so ein überaus großer Pluspunkt für den Menschen. Pro Moringa Pflanze werden jedes Jahr circa 5000 Samen produziert. Mit den Vorzügen des Baums bei der Trinkwasserherstellung kann so eine günstige, natürliche, ressourcenschonende Verfahrensweise genutzt werden, die speziell für Menschen in den Anbaugebieten eine Aufbesserung der Umstände bedeutet.

Tests, mit den Samen eine Wasseraufbereitung zu erzielen, wurden bereits 1984 umgesetzt. Die Ergebnisse waren erstaunlich. So entdeckte der Pharmazeut A. Hunde, dass verschmutztes Wasser nicht bloß geklärt, sondern auch die Zahl der Keime verringert wurde. In einer Feldstudie in Äthiopien konnte er bestätigen, dass das mit Moringo Samen behandelte Wasser zu zu einer beachtlichen Reduzierung der Durchfallbeschwerden geführt hatte. Heute ist bekannt, dass sich ein gewisses Eiweiß der Moringa Samen an die Schmutzpartikel im Wasser binden und eine Aggregation auslösen. Im Gegensatz zu den konventionellen Flockungsstoffen entwickelt sich durch die Moringa Samen eine erheblich dichtere Struktur in den Materialclustern.

Diese dichter gelagerten Materialansammlungen lassen sich nachfolgend auch leichter entfernen, was den Prozess zur Klärung für die Trinkwassergewinnung deutlich vereinfacht. Mit dem Einsatz von Moringa Samen Pulver konnte man außerdem eine Reduzierung der

Keimzahlen erzielen. Diese Verringerung geschieht durch das Absinken der Keime gemeinsam mit den Agglomeraten und auch durch die antiseptische Wirkung der Moringa Samen. Diese Wirkung hielt aber nur wenige Stunden oder Tage an,

weshalb man bei dieser Herangehensweise vorsichtig sein sollte. Zu einem späteren Zeitpunkt konnte eine erneute Verkeimung gemessen werden.

In den Industrieländern ist dieses Klärungsverfahren auch interessant, da man mit der Nutzung der Samen den Gebrauch von starken Chemikalien deutlich reduzieren könnte. In der Lebensmittelindustrie könnte man ebenfalls von der Verwendung Nutzen ziehen, da durch Moringa die chemischen Flocker durch eine biologische und umweltfreundliche Alternative ersetzt werden könnten.